Payback goes VISA
Am Freitag 1. Februar 2002 findet eine Pressekonferenz der Firma
Payback zusammen mit VISA statt.
Dazu erklären wir:
Wir finden es problematisch, wenn zukünftig Käufe, die mit Kreditkarten getätigt werden, "rabattiert" werden.
Somit verteuert sich jede Ware um einen Anteil, der später wieder als Rabatt ausgezahlt wird. Hier soll eine Firma verdienen, die dem Produktionsprozess der Waren oder den Dienstleistungen nichts hinzufügt.
Die Teilnahme am Payback-System ist natürlich freiwillig, wenn auch nicht so ganz: Denn wer keine Payback-Karte verwenden will, bekommt keinen Rabatt - Kundinnen und Kunden, denen ihre Privatsphäre wichtig ist, zahlen also mehr für jeden Einkauf. Doch auch für die anderen gilt: Es gibt nichts geschenkt. Ein Konzern, der massenhaft Rabatte gewährt, schlägt sie halt vorher auf die Preise auf.
Payback behauptet, dies sei nicht der Fall. Die Rabatte seien durch die durch die Rabattaktion erreichten höheren Umsätze abgedeckt. Zuende gedacht entspricht dies der Logik des Pyramidenspiels.
Die Payback Karte ist ein Bonuspunkte-Sammelsystem, und zwar das größte in Deutschland mit mit ca. 12 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Payback (www.payback.de) kommt als Rabattkarte daher, dient aber vor allem dazu, personalisierte Daten zum Kaufverhalten von Millionen von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu gewinnen und kommerziell zu nutzen, ohne dass diese ausreichend informiert werden. Um in den Genuss der angepriesenen Rabatte zu kommen, muss bei jedem Einkauf bei einem Payback-Partnerunternehmen die Karte vorgelegt werden. Und schon kann Ihre komplette Einkaufsliste mit Ihren persönlichen Daten verknüpft werden. So lässt sich auch ein Profil Ihres Kunden- und Konsumverhaltens anlegen.
Für dieses System hat Payback den Big Brother Award des Jahres 2000 erhalten. (http://www.bigbrotherawards.de/2000/.com/index.html)
Die Deutschen stehen der Kreditkarte bisher eher kritisch gegenüber. Ganz offensichtlich soll den Deutschen mit dieser Aktion der Gebrauch von Bargeld abgewöhnt werden. Darunter leidet - anders als beim Bargeld - die Privatsphäre, da mit jedem getätigten Kauf eine Datenspur übrig bleibt.
Bielefeld, 31.1.2002
FoeBuD e.V.
Rena Tangens + padeluun
Dazu erklären wir:
Wir finden es problematisch, wenn zukünftig Käufe, die mit Kreditkarten getätigt werden, "rabattiert" werden.
Somit verteuert sich jede Ware um einen Anteil, der später wieder als Rabatt ausgezahlt wird. Hier soll eine Firma verdienen, die dem Produktionsprozess der Waren oder den Dienstleistungen nichts hinzufügt.
Die Teilnahme am Payback-System ist natürlich freiwillig, wenn auch nicht so ganz: Denn wer keine Payback-Karte verwenden will, bekommt keinen Rabatt - Kundinnen und Kunden, denen ihre Privatsphäre wichtig ist, zahlen also mehr für jeden Einkauf. Doch auch für die anderen gilt: Es gibt nichts geschenkt. Ein Konzern, der massenhaft Rabatte gewährt, schlägt sie halt vorher auf die Preise auf.
Payback behauptet, dies sei nicht der Fall. Die Rabatte seien durch die durch die Rabattaktion erreichten höheren Umsätze abgedeckt. Zuende gedacht entspricht dies der Logik des Pyramidenspiels.
Die Payback Karte ist ein Bonuspunkte-Sammelsystem, und zwar das größte in Deutschland mit mit ca. 12 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Payback (www.payback.de) kommt als Rabattkarte daher, dient aber vor allem dazu, personalisierte Daten zum Kaufverhalten von Millionen von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu gewinnen und kommerziell zu nutzen, ohne dass diese ausreichend informiert werden. Um in den Genuss der angepriesenen Rabatte zu kommen, muss bei jedem Einkauf bei einem Payback-Partnerunternehmen die Karte vorgelegt werden. Und schon kann Ihre komplette Einkaufsliste mit Ihren persönlichen Daten verknüpft werden. So lässt sich auch ein Profil Ihres Kunden- und Konsumverhaltens anlegen.
Für dieses System hat Payback den Big Brother Award des Jahres 2000 erhalten. (http://www.bigbrotherawards.de/2000/.com/index.html)
Die Deutschen stehen der Kreditkarte bisher eher kritisch gegenüber. Ganz offensichtlich soll den Deutschen mit dieser Aktion der Gebrauch von Bargeld abgewöhnt werden. Darunter leidet - anders als beim Bargeld - die Privatsphäre, da mit jedem getätigten Kauf eine Datenspur übrig bleibt.
Bielefeld, 31.1.2002
FoeBuD e.V.
Rena Tangens + padeluun
23.09.2005 10:01

