StopRFID-Mahnwache vor Lobby-Veranstaltung
RFID-Kritikerinnen und -Kritiker zeigten bei einer Mahnwache am heutigen Donnerstag (19.1.2006) ihre Haltung. Das "RFID-Informationsforum", ein Zusammenschluss von Handel und Industrie, hatte in der "Akademie der Wissenschaften" zu einer Pro-RFID-Veranstaltung geladen. Die Kritiker blieben draußen vor der Tür.
In einer gemeinsamen Presseerklärung hatten FoeBuD und die Deutsche Vereinigung für Datenschutz schon am Tag vor der Demonstration ihre Kritik an der PR-Offensive der RFID-Lobby deutlich gemacht. (Mehr dazu stand heute auch in der ZEIT.) Die Presseerklärung und weitere Informationen der StopRFID-Kampagne haben die Demonstrantinnen und Demonstranten vor dem Eingang verteilt.
"Es war sehr gut, dass wir da waren", bilanzierte FoeBuD-Mitglied Rena Tangens die Mahnwache. "Wir haben mit vielen Besucher der PR-Veranstaltung sprechen können und die meisten haben interessiert unser Informationsmaterial mitgenommen." Knapp 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, verschiedenen Verbänden und Medien sind an den gut zehn Demonstrantinnen und Demonstranten vorbei in die PR-Veranstaltung für RFID gegangen. "Keiner davon kann sagen, er habe uns nicht gesehen. Das ist ein großer Erfolg, denn so konnte das RFID-Informationsforum nicht einseitig seine Sichtweise verbreiten", freute sich Rena Tangens.
Der Veranstalter der PR-Offensive für RFID, das neue "RFID-Informationsforum", hat erst vor kurzem seinen Sitz in der Berliner Dorotheenstrasse bezogen. In direkter Nähe zum Bundestag startet man von hier aus gezielte PR-Offensiven für die flächendeckende Einführung von RFID-Schnüffelchips ("Durchseuchung mit RFID", wie heise.de schrieb).
residiert das neue Lobby-Büro "RFID-Informationsforum"
Foto: FoeBuD e.V.
22.01.2006 15:54



