Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Videoüberwachung Münster: Aktion gegen Kamerawildwuchs und Überwachungsmanie
FoeBuD e.V. // Marktstrasse 18 // D-33602 Bielefeld
Tel: 0521-175254 // Fax: +49-521-61172 // Mail: mail-aet-foebud.org
Web: www.foebud.org und www.bigbrotherawards.de und www.stoprfid.de
Unsere Arbeit ist nur möglich durch Ihre Spende!
Konto: 2129799 // BLZ: 48050161 // Sparkasse Bielefeld
Artikelaktionen

Münster: Aktion gegen Kamerawildwuchs und Überwachungsmanie

Am Donnerstag, 4. Mai 2006, gegen Mittag, wurde eine Überwachungskamera des Studentenwerks auf der Dachterrasse des Café Uferlos mit einem Aufkleber außer Gefecht gesetzt. Der Aufkleber „Zur Wahrung eurer Grundrechte wird hier nicht mehr videoüberwacht.“ zeigt besonders deutlich, wie schizophren die Begründungen für Videoüberwachung üblicherweise sind. In der Mensa bspw. steht auf den wenigen Hinweisschildern, dass die Überwachung der Sicherheit der Beobachteten diene.

Münster: Aktion gegen Kamerawildwuchs und Überwachungsmanie

Solche Aufkleber möchten wir liebend gerne vermehrt an ehemaligen Überwachungsräumen sehen

Während der Aktion wurden Informationsbroschüren zur Videoüberwachung an Uni und FH Münster sowie Flugblätter verteilt. Im Anschluss entstand eine kleine Diskussion mit dem kaufmännischen Leiter des Studentenwerks, Achim Wiese, der eingestand, dass die Videoüberwachung vor allem Vandalismus vorbeugen solle. Dennoch seien Strandkörbe aufgeschlitzt und eine Handtasche entwendet worden.

Jeder hat das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Videoüberwachung setzt die Unschuldsvermutung außer Kraft und schafft eine Kultur der Kontrolle, die auf alle Beobachteten einen Konformitätsdruck ausübt, um nicht negativ aufzufallen. Dazu Tim Ackermann aus dem Referat für politische Bildung/Demokratische Rechte des AStA der Uni Münster: „Die Einschränkung unserer Privatsphäre und unsere präventive Kriminalisierung durch die Überwachungskameras wollen wir nicht hinnehmen!“

Unter dem Titel „Wenn jemand guckt... Die Wirklichkeit von Überwachung, Kontrolle und Repression“ wird es im Mai und Juni eine Veranstaltungsreihe zu eben dieser Thematik geben. Veranstaltet wird diese Reihe vom AStA der Uni Münster, dem AStA der FH Münster und der AG Videoüberwachung. Sie soll die Klagen dreier Studierender gegen die Videoüberwachung an der Universität Münster inhaltlich begleiten.

Die nächste Veranstaltung wird am Mittwoch dem 10.05.2006 im Club Courage/Friedensstraße 42 (Hinterhof) stattfinden. padeluun (FoeBuD e.V., BigBrotherAwards, Initiative StopRFID) wird zum Thema “RFID- Eine Technik stolpert über ihre Möglichkeiten“ referieren. Diese sogenannten „Schnüffelchips“ können potenziell jede Bewegung die ein Mensch künftig machen wird erfassen.

Asta der Universität Münster (Referat für politische Bildung)
Zur Verbreitung freigegeben. Beleg bitte an AStA Uni Münster / Referat für politische Bildung <asta.polbil@uni-muenster.de>
04.05.2006 22:49