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Back to the Roots - Öffentlicher Raum und dezentrale Netze

Soziale Netzwerke sind ein Phänomen, das weit über Facebook hinausgeht und das es auch ohne Internet schon gab. Mittlerweile existieren zudem auch zahlreiche Alternativen zu Facebook. Allein die immensen Spenden, die das Projekt Diaspora auf sich vereinigen konnte, zeigen, wie ernst es den Nutzerinnen und Nutzern um ihren digitalen öffentlichen Raum ist. Öffentlicher Raum ist nur dann möglich, wenn Menschen nicht ausgesperrt werden können und weiterhin Wahlfreiheit über die Plattformen haben, die sie nutzen möchten.

Um Facebook von der Monopolposition zu vertreiben, muss ergo eine kritische Nutzerinnenmasse geschaffen werden. Denn erst wenn ein Projekt von genug Menschen als gut befunden wurde, kann eine echte Agora geschaffen werden. Ein Raum für Menschen und Meinungen der nicht Privateigentum eines Unternehmens ist. Ein Freiraum für Demokratie und Menschenrechte. Klingt ein wenig nach gut gemeinter Utopie – wie soll dieser neue Social Swarm also konkret aussehen?

Nutzungskonzepte, die von der bisherigen Finanzierung durch die Vermarktung von Nutzerdaten Abstand nehmen, versprechen Verbesserung der informationellen Selbstbestimmung der teilnehmenden Menschen. Die Schaffung einer Alternative in Form eines neuen (aber besseren) zentral verwalteten Netzwerkes würde das Problem nur weiter in die Zukunft verschieben. Denn die eigentliche Frage nach der Kontrolle des öffentliche Raumes in sozialen Netzwerken wird so nicht beantwortet. Dezentrale Netzwerke bieten dem gegenüber eine echte Alternative. Machtkonzentration in den Händen weniger müssten so nicht länger in Kauf genommen werden. Die Teilnehmerinnen selbst werden zu Anbieterinnen des Netzwerkes und bekommen so die Kontrolle über ihre Daten zurück. Ein dezentraler Ansatz bedeutet dabei eine Rückbesinnung auf die Grundgedanken des World Wide Web.

Offene Schnittstellen und die Nutzung freier Software sind weitere Eigenschaften, die Sicherheit gewährleisten und Schutz vor neuen Monopolen bieten können. Erst eine dezentrale, freie und offene Plattform schafft Raum für ein echtes „soziales“ Netzwerk, das seinen Namen auch verdient hat. Einfache Bedienung sowie eine gute grafische Nutzeroberfläche sind weitere Anforderungen, die für das Zustandekommen eines Social Swarms gegeben sein müssen.

Nur ein öffentlicher Raum, der aus der Vielheit seiner Teile hervorgeht, kann Raum geben für öffentliche Debatten und die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Frei von Macht, Kontrolle und Zensur. Die daraus entstehenden Synergien könnten zu einer echten Bereicherung für Nutzer und Zivilgesellschaft führen. Eine freie Gesellschaft darf schließlich nicht auf das Angebot eines kommerziellen und zudem monopolistischen Anbieters digitaler Öffentlichkeit angewiesen sein. Die Funktion sozialer Plattformen in der digitalen Gesellschaft von morgen ist zu wichtig, um sie in die Hände eines einzelnen Konzerns zu legen.

  • Link zum Wiki: https://www.socialswarm.net
  • Link zur Mailingliste: https://mail.foebud.org/cgi-bin/mailman/listinfo/socialswarm-dev

Katharina Nocun, Leena Simon, padeluun und Freunde
09.12.2011 17:38
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