Seit 1987 setzen wir uns für Bürgerrechte und Datenschutz ein. Bei digitalcourage treffen unterschiedlichste Menschen zusammen, die Technik und Politik kritisch erkunden und menschenwürdig gestalten wollen.
Wir wehren uns dagegen, dass unsere Demokratie „verdatet und verkauft“ wird. Wir wollen keine Gesellschaft, in der Menschen nur noch als Marketingobjekte, Manövriermasse beim Abbau des Sozialstaates oder als potentielle Terroristen behandelt werden. Wir wollen eine lebendige Demokratie.
Digitalcourage klärt durch Öffentlichkeitsarbeit, Vorträge, Veranstaltungen und charmante Aktionen auf. So richtet digitalcourage jährlich die BigBrotherAwards („Oscars für Datenkraken“) in Deutschland aus. Mit unserem Fachwissen mischen wir uns – auch ungefragt – in politische Prozesse ein. Digitalcourage arbeitet für eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter.
English: digitalcourage / FoeBuD on WikipediaBigBrotherAwards 2013 verliehen

Die BigBrotherAwards 2013 sind verliehen und zumindest die Preisträger sind gar nicht glücklich mit dem Verlauf der Gala. Wir freuen uns dagegen sehr über die reibungslose Gala, die viele Mithilfe und das umfangreiche Presse-Echo. Unter den "Ausgezeichneten" sind diesmal Google, die Apple Stores und die Bundespolizei.
Alle Gewinner und die ausführlichen Infos finden Sie unter: BigBrotherAwards 2013.
Die früheren Gewinner finden Sie in unserem Archiv.
EU-Datenschutz
Die Diskussion um die Reform des Datenschutzes in Europa ist in vollem Gange. Die Kommission hat einen Gesetzesvorschlag ausgearbeitet, der im Moment im Parlament diskutiert wird. Von verschiedenen Ausschüssen wurde dazu bereits Stellung genommen, das Parlament selbst stimmt in diesem Frühjahr ab. Digitalcourage
nimmt auch Stellung zum Datenschutz in der EU und fordert noch einige Verbesserungen. Die
Brüsseler Erklärung zum Datenschutz und die
Kampagnen-Seite unseres Dachverbandes European Digital Rights (EDRi) sind Initiativen, die wir in diesem Rahmen unterstützen.
Das "Copy&Paste"-ParlamentDas EU-Parlament bricht anscheinend unter dem Lobby-Druck zusammen. Das zeigen Dokumente der Plattform lobbyplag.eu. Demnach sind viele Änderungsvorschläge zur Datenschutzreform aus den Ausschüssen eins zu eins von großen Firmen wie Amazon und Ebay oder von der US-Handelskammer übernommen. (
weiterlesen...)
Keine Überwachung am Arbeitsplatz – (k)ein neuer Anlauf?!
Nachdem unser Protest gemeinsam mit campact und der Deutschen Vereinigung für Datenschutz
(DVD) erfolgreich war, hat die Bundesregierung ihren Gesetzentwurf zum Beschäftigtendatenschutz vorerst zurückgezogen – vorerst, denn es scheint, als wolle die Regierung einen neuen Anlauf unternehmen.
Im März 2013 ist dazu ein Gespräch zwischen DGB-Chef Sommer, CDU-Fraktionsvorsitzendem Kauder und dem IG-Metallvorsitzenden Berthold Huber geplant. Die Überwachungsfantasien der Arbeitgeber drohen den Beschäftigten also immer noch.
Ein 5-Minuten-Info zum geplanten Gesetz finden Sie hier. Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende.Der FoeBuD heißt jetzt digitalcourage
Seit dem 17. November 2012 ist es offiziell, der FoeBuD heißt jetzt: digitalcourage.
Mit diesem Namen wollen wir fortsetzen, was wir vor einem
Vierteljahrhundert begonnen haben: Uns für eine lebenswerte Welt im
digitalen Zeitalter einzusetzen. Bewusst knüpft digitalcourage dabei
an Zivilcourage an, denn das ist es, was eine lebenswerte Gesellschaft
auch im Netz und im digitalen Wandel braucht: Menschen, die wie Sie
und wir couragiert teilnehmen am politischen Geschehen und die Dinge
zum Besseren wenden wollen. Mit digitalcourage stehen wir weiterhin
für dieselben, wichtigen Inhalte: Bürgerrechte verteidigen,
Datenschutz stärken und das digitale Zeitalter lebenswert gestalten.
Impressionen von der Jubiläumsfeier gibt es hier und auf flickr.
Niederlande: digitalcourage-Lichtbildausweis von höchsten amtlichen Stellen akzeptiert
Der digitalcourage-Lichtbildausweis, den sich alle Menschen in unserem Shop bestellen können, hat in den Niederlanden für einen handfesten Skandal gesorgt. (mehr lesen)
Erfolg: Aktion gegen das neue Melderecht
In nur 57 Sekunden hat der Bundestag das neue Meldegesetz
beschlossen, aber wenn es wirklich gekommen wäre, wären die Folgen für die
Bürgerinnen und Bürger gravierend. Werbetreibende und
Adresshändler hätten sich in Zukunft frei an den Daten der
Einwohnermeldeämter bedienen können.
Deshalb
haben wir gemeinsam mit campact und dem VZBV und der DVD - Demokratie in Aktion - einen Appell an
die Ministerpräsidenten aller Bundesländer gestartet.
Ein erster Erfolg: Am Freitag, 21. September 2012, hat der Bundesrat das geplante Meldegesetz abgelehnt und an den Vermittlungsausschuss verwiesen. Dieser tagt am 21. November 2012.
Jetzt hängt und hängt und hängt es: vom Bundestag in den Bundesrat, in den
Vermittlungsausschuss, in die Arbeitsgruppe. Die tagt nun am Mittwoch im Januar. Wir waren so nett und haben den
Mitgliedern der Arbeitsgruppe all unsere Verbesserungsvorschläge zum
Meldegesetz per Brief geschickt. Die Forderung nach der
Einwilligungslösung, der Stärkung der Zweckbindung und der Abschaffung
von Vermieterbescheinigung und Hotelmeldepflicht müsste frisch auf ihrem Schreibtisch gelandet sein.
Für den 29. Januar
steht das Meldegesetz dann wieder beim Vermittlungsausschuss des
Bundesrates auf der Tagesordnung.
Übrigens: Rena Tangens und Katharina Nocun haben einen Vortrag zum Meldegesetz gehalten, auf dem Congress des Chaos Computer Clubs.
Der Vortrag ist im Youtube-Channel von digitalcourage zu sehen.
Unterstützen Sie unsere Arbeit für Datenschutz und Bürgerrechte mit einer Spende.
Stoppt die e-Card | Digitalcourage hat ein Wartezimmerinfo gepackt
Gegen die "elektronische Gesundheitskarte/Krankenkarte" regt sich seit vielen Jahren Widerstand. Digitalcourage ist Gründungsmitglied der Initiative "stoppt-die-e-card.de". In diesem Rahmen haben wir ein dickes Infopaket geschnürt, das Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, bei uns bestellen können. Dieses enthält einen großen Stapel Faltblätter mit Informationen für Patientinnen und Patienten nebst Aufsteller sowie große und kleine Plakate für Tür und Wartezimmer. Das Ärztepaket mit Patienteninformationen findet sich im digitalcourage-Shop (www.foebud.org/egk-paket) und kann dort bestellt werden. Wie können Sie uns helfen? Sie sind selber Arzt, Ärztin oder Apothekerin? Dann bestellen Sie bitte unser Infopaket, hängen die Plakate im Wartezimmer oder Verkaufsraum auf und stellen den Ständer mit den Faltblättern auf oder legen sie aus. Alle anderen Menschen bitten wir, ihre Ärzte und Apothekern auf die Risiken und Nebenwirkungen der Gesundheitskarte hinzuweisen und ihnen ein Faltblatt und den Bestellzettel mitzubringen (können Sie beides auf dieser Seite finden und ausdrucken) und zu bitten, das Infopaket zu bestellen.
Mach mit beim SocialSwarm | Alternative zu Facebook & Co
Wir wollen ein soziales Netzwerk, das den Titel “sozial” auch verdient hat. Wir wollen einen sozialen Schwarm! Das wollen wir gemeinsam mit anderen Menschen und Organisationen planen und umsetzen. Wir möchten gemeinsam Kriterien aufstellen, wie “unser” Netzwerk gestaltet werden kann. Wir möchten mögliche Projekte untersuchen und ggf. weiter entwickeln. Bisher im Gespräch sind zum Beispiel Friendika und Diaspora. Als Abschluß, wenn wir mit den Vorbereitungen fertig sind, planen wir eine große Wechselaktion.
Dazu brauchen wir Eure Hilfe! Da es eine internationale Bündnisaktion sein soll, brauchen wir zunächst einmal ein Bündnis. Dies soll sich in unserem Wiki zusammenfinden und Ideen ausgestalten. Die Diskussionen finden auf der (englischsprachigen) Mailingliste statt.
Gegen Vorratsdatenspeicherung
Digitalcourage engagiert sich gegen die Speicherung sämtlicher Telekommunikationsverbindungsdaten „auf Vorrat“. Wir unterstützen die Kampagne „Stoppt die Vorratsdatenspeicherung“, die eine Online-Petition eingereicht hat. Innerhalb von drei Wochen wurde die Grenze von 50.000 Unterschriften überschritten, so dass Petent Kai-Uwe Steffens sein Anliegen persönlich im Bundestag vortragen kann. Insgesamt haben 64.500 Menschen die Petition unterstützt.
Zu den Forderungen gehört, dass der Bundestag keine verdachtslose Speicherung von Telefon- oder Internetverbindungsdaten zulassen soll. Er soll ferner die Bundesregierung auffordern, sich für eine Aufhebung der entsprechenden EU-Richtlinie, sowie für ein europaweites Verbot der Vorratsdatenspeicherung einzusetzen.
Aufgrund einer Verfassungsbeschwerde von digitalcourage die 34.451 Menschen mittrugen, wurde das erste Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung am 2. März 2010 für nichtig erklärt. Das war die größte Verfassungsbeschwerde in der Geschichte Deutschlands. Für diesen Herbst sind nun Verhandlungen von Bundesjustizministerin und Bundesinnenminister über die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung geplant.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Rubrik „Vorratsdatenspeicherung“.
Wir danken:
