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PrivacyDongle – Anonym im Internet surfen

Mit dem PrivacyDongle des FoeBuD e.V. können alle Menschen anonym im Internet surfen. Der kleine USB-Stick beherbergt eine Version des Browsers Firefox, mit der anonyme Kommunikation ohne vorherigen Installationsaufwand möglich ist. Der PrivacyDongle wird einfach in den USB-Port des Rechners am Arbeitsplatz (wenn die private Nutzung der Rechner nicht verboten ist), bei Freunden oder im Internetcafe gesteckt. Dann wählen Sie den Stick an, klicken auf das Programm-Icon, und schon kann es losgehen.


› Einführung

› Downloads (18.12.2008: wichtiges Update)

› Fragen und Probleme

› Links und Danksagungen



Einführung

Anonyme Kommunikation im Internet kann ganz einfach sein: Mit dem PrivacyDongle. Der FoeBuD e.V. möchte damit das Recht auf Privatsphäre im Internet stärken und ein Zeichen gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung setzen. Der PrivacyDongle besteht aus einem USB-Stick und der dazugehörigen Software (die man übrigens auch beim FoeBuD e.V. herunterladen kann). Der PrivacyDongle kann im FoeBuD-Unterstützungs-Shop gekauft und damit die Arbeit des FoeBuD e.V. unterstützt werden.

Warum anonym surfen?

Zu viele Menschen können tagein, tagaus unsere Spuren im Internet verfolgen. Am Arbeitsplatz z.B. der Arbeitgeber – und der Staat kann es bald immer. Die geplante Vorratsdatenspeicherung betrifft das Surfverhalten aller Bürgerinnen und Bürger. Es soll gespeichert werden, wer wann wohin surft. Diesem Eingriff in die Privatsphäre kann man recht einfach begegnen: mit dem PrivacyDongle des FoeBuD e.V.

Wie funktioniert das?

Die Benutzung ist äußerst einfach. Entweder die Software auf einen USB-Stick kopieren, oder gleich den fertigen PrivacyDongle im FoeBuD-Shop kaufen, da ist bereits alles drauf. Wenn man nun anonym surfen möchte, den PrivacyDongle in einen freien USB-Port des Rechner stecken und auf das Programm-Icon klicken. Nun startet ein modifizierter Firefox-Browser, der sich sofort mit dem Tor-Netzwerk verbindet.

Der PrivacyDongle 3 läuft auf Windows, Mac OS X und vielen Linux-Systemen. Sie können Ihre Installation sogar von einem Betriebssystem zum anderen „mitnehmen“ und ihre Browser-Umgebung so über die Systemgrenzen „wandern lassen“.

Das Tor-Netzwerk besteht aus hunderten Rechnern, die über die ganze Welt verteilt sind. Beim Starten der PrivacyDongle-Software wird ein Weg über drei dieser Rechner vermittelt. Durch ein ausgeklügeltes Verschlüsselungsverfahren werden die Surfspuren so verwischt, dass der erste der drei Rechner nicht weiß, welche Webseite angesteuert wird, der letzte der drei kennt das Ziel, aber nicht, wer es aufgerufen hat. Logfiles werden nicht mitgeschrieben. So wird die Anonymität sichergestellt.

Warnung: wovor Sie der PrivacyDongle nicht schützt

Das Tor-Netzwerk setzt zwar Verschlüsselung ein, aber nicht zu dem Zweck, Ihre Kommunikation abhörsicher zu machen. Die Verschlüsselung besteht nur innerhalb des Tor-Netzwerks. Zwischen dem letzten Server im Tor-Netzwerk (dem „Tor-Ausgangs-Knoten“) und dem von Ihnen genutzten Web-Server sind die Daten so gut oder schlecht geschützt wie bei einer normalen Verbindung. Nur die Herkunft Ihrer Verbindung ist verschleiert (die Verbindung scheint vom Tor-Ausgangs-Knoten zu kommen), nicht die Inhalte.

Sie bleiben deshalb nur so lange anonym, bis Sie Ihren eigenen Namen irgendwo eingeben oder sich in ein Forum o.ä. einloggen. Damit Ihre Verbindung bis zum Web-Server abhörsicher wird, müssen Sie weiterhin „https“-Verschlüsselung nutzen. Sensitive Daten, zum Beispiel beim Online-Banking, könnten sonst irgendwo zwischen dem Tor-Ausgangs-Knoten und dem Web-Server abgehört werden. Es gibt sogar Berichte, dass einzelne Tor-Ausgangs-Knoten eigens zu dem Zweck betrieben werden, vertrauliche Daten abzuhören, die von unvorsichtigen Nutzern unverschlüsselt über das Tor-Netzwerk verschickt werden. (Das bekannteste Beispiel bei Heise-News)

Verwechseln Sie also nicht Anonymität mit Vertraulichkeit. Stellen Sie sich vor, Sie würden sich mit einer Maske in einer Gesellschaft bewegen – wenn Sie Ihre Identität durch den Inhalt Ihrer Gespräche enthüllen, wird die Maske nutzlos. Auch möchten Sie trotz Maske nicht ohne weiteres Ihre persönlichen Geheimnisse mitteilen.

Anonymität heißt Verantwortung

Die Möglichkeit, sich anonym im Internet zu bewegen, bringt auch Verantwortung mit sich. Es ist möglich, Leute zu beleidigen oder Schlechtes über sie zu berichten. Wie im richtigen Leben muss man sich seiner Verantwortung gegenüber anderen bewusst sein, um sich korrekt verhalten zu können (und zu wollen!). Der FoeBuD e.V. möchte diese Technik verbreiten, um ein Zeichen gegen Vorratsdatenspeicherung zu setzen, und um zu zeigen, dass unbeobachtete Kommunikation fruchtbar für die Demokratie ist. Wir bitten darum, die Möglichkeiten auch in diesem Sinne zu verwenden. Möge sich jede und jeder erwachsen verhalten. Auch der Gesetzgeber will anonyme Kommunikation fördern und hat dies z.B. im TDDSG explizit gefordert. Mit dem Unterstützen dieses Services helfen wir, gesetzliche Vorgaben umzusetzen!


Downloads

Sie können die Software auch bei uns herunterladen und selbst auf einen USB-Stick spielen.

Für Windows 98 und ME bieten wir noch die alte Version 2 unseres PrivacyDongle an, die auf der der Software TorPark beruhte. Wie unser neuer PrivacyDongle kombiniert TorPark den Browser Firefox mit Tor und einigen Erweiterungen. Gegenüber dem originalen TorPark hatten wir noch einige Änderungen durchgeführt: deutsche Sprache, schnellere Tor-Software, schlichteres Aussehen, eigene Profileinstellungen und Firefox-Erweiterungen. Das originale TorPark ist inzwischen ein kommerzielles Project unter dem Namen xB Browser geworden. Wir raten jedoch dringend davon ab, den PrivacyDongle 2 zu verwenden – die Software ist veraltet und enthält inzwischen bekannte Sicherheitslücken in allen Komponenten (Firefox, Tor, Firefox-Profil).

PrivacyDongle 3

Kurz nach der ersten Version haben wir ein wichtiges Update veröffentlicht, das hier zum Download bereitsteht. Über die Gründe für die frühe Aktualisierung informiert eine eigene Nachricht. Aktualisiert wurden der allgemeine Baustein und der Mac-OS-X-Baustein (und der Source-Code). Weil der allgemeine Baustein betroffen ist, sollten Sie Ihre Installation komplett neu aufbauen.

Dieses Update ist auf den aktuell ausgelieferten USB-Sticks vorhanden. Danach aktualisiert wurde der Windows-Baustein, aber die Änderung ist für den Stick nicht relevant.

Download  SHA-1  PGP
Allgemeiner Baustein
 
  cc5b948156bac33585216b802b7282e018d3180f
  * PrivacyDongle-3.0.1-general.zip
  Signatur
 
Windows-Baustein
 
  85671b7c52a029231a34e3ee7cdcae035de9677c
  * PrivacyDongle-3.0.2-Windows-only.zip
  Signatur
 
Mac-OS-X-Baustein
 
  03bd5362ecb0c5341768b56eedc248b2a06578a1
  * PrivacyDongle-3.0.1-Mac-only.tar.gz
  Signatur
 
Linux-Baustein
 
  01199197c41e31162a3186901d8198024700c387
  * PrivacyDongle-3.0.1-Linux-only.tar.gz
  Signatur
 
Source-Code
 
  02cd1ef5a93310992b344952897cd3a7dd579884
  * PrivacyDongle-3.0.2-source.zip
  Signatur
 

PrivacyDongle 2

Warnung: diese Version ist veraltet und enthält mehrere bekannte Sicherheitslücken in allen Komponenten (Firefox, Tor, Firefox-Erweiterungen). Wir aktualisieren diese Version nicht mehr und raten davon ab, sie weiterhin zu verwenden.

Download  SHA-1  PGP
FoeBuD-Torpark v2.4.1 + Firefox 2
 
  49bcf30f2a6892136c087efea5b6e452d7f2b0ca
  * torpark-2.4.1.exe
  Signatur
 
Source-Code
 
  9587bde077d7189d491b136da1245b3db6e327aa
  * torpark-src-2.4.1.zip
  Signatur
 


Bitte beachten Sie:
Die Entwicklung, der Vertrieb und der Support des PrivacyDongle geschehen auf ehrenamtlicher Basis, unsere Kapazitäten sind beschränkt. Daher können wir leider nur den Käufern des PrivacyDongle Support gewähren. Den Download und das Konfigurieren der Software empfehlen wir ausschließlich computerkundigen Personen.

Damit Sie auch zukünftige Neuerungen der Software nicht verpassen, empfehlen wir Ihnen die Beobachtung dieser Seite oder unserer Nachrichten-Seite zum PrivacyDongle, die auch als RSS-Feed bezogen werden kann.


Bauanleitung für den PrivacyDongle 3

Um den PrivacyDongle 3 zusammenzubauen, laden Sie den „allgemeinen Baustein“ herunter sowie die Bausteine für alle Betriebssysteme, die Sie verwenden wollen. Packen Sie alle Bausteine in das selbe, leere Verzeichnis aus (oder in das Wurzelverzeichnis Ihres USB-Sticks). Anschließend müssen Sie noch für alle gewünschten Betriebssysteme den Firefox-Browser selbst hinzufügen, dazu folgen Sie bitte den Anweisungen bei der Frage „Wie komme ich an ein Update, wenn es einen neuen Firefox gibt?“

Zum Auspacken benötigen Sie ein Programm wie 7-Zip unter Windows oder die unter Mac OS X und Linux mitgelieferten Programme (am besten die Kommandozeilen-Programme „unzip -q“ und „tar xzf“, jeweils ergänzt um die auszupackende Datei). Die komplette Verzeichnisstruktur muß wie in dem folgenden Bild aussehen. Wenn Sie nicht alle Bausteine verwenden, fehlen einige Teile der gezeigten Struktur. (Die „versteckt“ gezeigten Verzeichnisse werden unter Mac OS X nicht als Verzeichnisse, sondern als Programm-Icons angezeigt.)

structure.png

Das Installationsverzeichnis enthält für jedes Betriebssystem eine Startdatei: PrivacyDongle-Windows.exe, PrivacyDongle-Mac.app (eigentlich keine Datei, sondern ein Verzeichnis) und PrivacyDongle-Linux sowie PrivacyDongle-Linux.desktop, außerdem eine Datei autorun.inf für Windows. Diese Dateien erscheinen nur, wenn Sie die Bausteine für das entsprechende Betriebssystem verwendet haben. Außerdem enthält dieses Verzeichnis eine „LiesMich“-Datei.

Das (Unter-)Verzeichnis PrivacyDongle sowie das darin liegende Verzeichnis profile sind stets vorhanden. Das Verzeichnis etc ist nur vorhanden, wenn Sie den Linux-Baustein oder den Source-Code verwendet haben. Die Verzeichnisse firefox, Firefox.app und FirefoxPortable enthalten den Firefox-Browser für Linux, Mac OS X und Windows. Diese Firefox-Verzeichnisse gehören nicht zu den Bausteinen, die wir oben zum Download anbieten; sie erscheinen erst, wenn Sie den Anweisungen der Frage zum Firefox-Update gefolgt sind (und entweder die Firefox-Downloads selbst entpackt oder den PrivacyDongle einmal gestartet haben).


FAQ – Fragen und Probleme

› Grundbegriffe und Systemvoraussetzungen

› Fragen und Probleme zur Nutzung für alle Betriebssysteme

› Aktualisierung

› Fragen und Probleme unter Windows

› Fragen und Probleme unter Mac OS X

› Fragen und Probleme unter Linux

› Fragen zum Datenschutz

› Sonstige Fragen


Grundbegriffe und Systemvoraussetzungen


Was bedeuten die Begriffe „Tor“, „TorPark“ und „PrivacyDongle“?

  • Tor ist eine Abkürzung für The Onion Router. Wir zitieren von der Tor-Webseite www.torproject.org, wo Sie auch weitere Informationen finden: Tor ist ein Softwareprojekt, das dir hilft, dich gegen die Analyse der Verbindungsdaten zu schützen. Diese Analyse ist eine Form der Überwachung von Netzwerken, die die persönliche Freiheit und Privatsphäre wie auch vertrauliche Geschäftsbeziehungen und die allgemeine Sicherheit gefährdet. Verbindungen werden durch ein verteiltes Netzwerk von Servern geleitet. Diese Server, genannt Onion Router oder Nodes, werden von Privatpersonen betrieben und schützen dich vor Webseiten, die Profile deiner Interessen erstellen, und vor „Lauschern“, die deinen Datenverkehr abhören und dadurch erfahren, welche Webseiten du besuchst.
  • PrivacyDongle-Software: In der Version 2 ist dies TorPark, in Version 3 hat die Software keinen eigenen Namen. In beiden Fällen handelt es sich um einen modifizierten Firefox-Browser, in den die Zugangsmöglichkeit zum Tor-Netzwerk integriert wurde. Die Software ist OpenSource. TorPark war ein separates Projekt, das inzwischen kommerziell angeboten wird. Für den PrivacyDongle 3 haben wir die nötigen Firefox-Modifikationen selbst entwickelt, deshalb heißt die Software dort einfach PrivacyDongle.
  • PrivacyDongle: Der PrivacyDongle ist der USB-Stick des FoeBuD e.V., der so installiert und konfiguriert wurde, dass er an jedem Computer (unter Windows, Mac OS X oder Linux) mit USB-Anschluss genutzt werden kann. In der Version 3 heißt auch die auf dem Stick eingesetzte Software einfach PrivacyDongle.


Auf welchen Betriebssystemen funktioniert der PrivacyDongle?

Der PrivacyDongle 3 funktioniert auf Windows ab Version 2000, Mac OS X 10.2.8 und neuer und auf vielen Linux-Installationen (sofern Firefox 3 auf ihnen laufen kann).

Der PrivacyDongle 2 funktioniert nur unter Windows in den Versionen 98 SE (wenn USB und die Treiber installiert wurden), 2000, XP und Vista 32-Bit.


Wo finde ich die Treiber, wenn ich Windows 98 SE nutze?

Für den PrivacyDongle 2 in der 1-GB-Version gibt es 2 Treiber, abhängig von den verbauten Controllern und der Rechnerkonfiguration. Sie müssen beide Treiber ausprobieren:

Treiber 1: Download

Treiber 2: Download

Auch für die 128-MB-Version des PrivacyDongle 2 gibt es 2 Treiber, abhängig von den verbauten Controllern und der Rechnerkonfiguration. Der Benutzer muss beide Treiber ausprobieren (beide Treiber befinden sich hier in einem Paket).

Treiber: Download


Kann ich die PrivacyDongle-Software auch mit einem anderen Browser (z.B. dem Internet Explorer) nutzen?

Nein. Die PrivacyDongle-Software ist ein modifizierter Firefox-Browser, in den die Zugangsmöglichkeit zum Tor-Netzwerk integriert wurde. Andere Browser brauchen eine feste Installation auf dem Rechner, auf dem sie ausgeführt werden. Außerdem fallen weitere Konfigurationsschritte an. Wenn Sie das Tor-Netzwerk mit einem anderen Browser auf Ihrem Rechner nutzen wollen, finden Sie weitere Informationen auf der Tor-Website unter www.torproject.org.


Ich gehe über AOL ins Internet. Muss ich da was beachten?

Nein. Sie aktivieren wie gewohnt die Internetverbindung über AOL und starten dann unsere PrivacyDongle-Software.


Warum wird der PrivacyDongle auf verschiedenen USB-Sticks (in 1 GB, 4 GB, 8 GB) angeboten?

Die verschiedenen Sticks unterscheiden sich nur darin, wieviel freier Speicher auf ihnen zur Verfügung steht. Manche Kunden möchten beispielsweise – wenn sie den PrivacyDongle an fremden Rechnern z.B. im Internetcafe oder in der Uni nutzen – Bilder, Texte o.ä. herunterladen und diese auf dem PrivacyDongle speichern. Andere möchten den PrivacyDongle nicht nur zum Surfen nutzen, sondern generell als mobilen Datenspeicher.


Wie kann ich die PrivacyDongle-Software von meinem PC entfernen?

Weil die Software sich nicht in das System hineinschreibt (darum kann sie auch vom USB-Stick benutzt werden), muss man das Programm nicht deinstallieren. Es reicht, wenn man die entsprechenden Dateien löscht.


Fragen und Probleme zur Nutzung für alle Betriebssysteme


Kann ich mit dem PrivacyDongle anonym FileSharing (Austausch großer Dateien, wie Musik oder Filmen, über das Internet) betreiben?

Nein. Das Tor-Netzwerk ist dafür nicht ausgelegt und wird dadurch immens geschädigt. Außerdem wäre die Downloadgeschwindigkeit sehr gering. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: klick


Sollte ich den PrivacyDongle für Online-Banking oder andere Aktivitäten mit „empfindlichen“ Daten (z.B. Passwörtern) nutzen?

Anonymität und Vertraulichkeit sind verschiedene Ziele. Der PrivacyDongle erhöht nicht die Vertraulichkeit Ihrer Daten z.B. beim Online-Banking. Durch ihn wird lediglich die IP verschleiert, mit der man sich im Internet befindet. Es ergibt jedoch keinen Sinn, seine IP vor seiner Bank verstecken zu wollen, da man sich ihr gegenüber sowieso identifizieren muss, um Online-Banking betreiben zu können (z.B. durch die Eingabe der Kontonummer und der PIN). Ähnliches gilt für andere Websites, bei denen Sie als Person registriert sind und sich einloggen.

Wenn Sie persönliche Daten über das Internet verschicken, sollten Sie generell – also auch bei der Nutzung des PrivacyDongle – darauf achten, dass unten in der Statusleiste oder oben in der Adressleiste ein Schloss neben dem Namen der Website zu sehen ist. Nur dann ist die Verbindung verschlüsselt und Ihre persönlichen Daten vor Abhören geschützt.

Eine völlig unabhängige, aber auch wichtige Frage ist, ob die Website, der Sie Ihre persönlichen Daten mitteilen, verantwortlich mit diesen Daten umgeht …


Wie kann ich feststellen, dass die Anonymisierung aktiv ist? Wie kann ich die Anonymisierung ausschalten?

privacydongle3-statusbar-pointer.pngIn der Statusleiste sehen Sie, ob Tor aktiviert ist („Tor läuft“) oder nicht. Daneben wird Ihnen Ihre IP-Adresse angezeigt – wenn Tor aktiv ist, ist dies die Adresse des aktuell verwendeten Tor-Ausgangs-Servers. Klicken Sie auf die Statusanzeige für Tor, um die Anoymisierung zu deaktivieren oder wieder zu aktivieren. Das Bild rechts zeigt Ihnen, wo Sie klicken müssen. Wenn Sie mit der rechten Maustaste klicken, erhalten Sie ein Menü, in dem neben den Punkten „Tor stoppen“ und „Tor starten“ auch ein dritter Punkt angeboten wird: „Neue Tor-Identität“. Wir empfehlen Ihnen, diesen Menüpunkt zuerst zu verwenden, wenn Sie Tor nicht ausschalten, sondern nur einen schnelleren „Tunnel“ durch das Tor-Netzwerk erhalten wollen.

Mit dem PrivacyDongle 2 (für Windows 98 und ME die einzig nutzbare Software) sehen Sie ähnliche Texte („Tor enabled“ in grün oder „Tor disabled“ in rot). Um Tor zu deaktivieren, klicken Sie auf das Zwiebel-Symbol oben in der Symbolleiste oder mit rechts auf den Text. Um Ihre IP-Adresse zu sehen, müssen Sie bei dieser Version noch auf den Button „IP-Adresse überprüfen“ in der Lesezeichen-Symbolleiste klicken.


Muss ich sonst noch etwas beachten, damit ich mit dem PrivacyDongle sicher und anonym surfen kann?

Es gibt einige Punkte, die Sie beachten sollten. Der PrivacyDongle schützt Sie nur, wenn Sie ihn korrekt verwenden:

  • Plugins für Browser, wie Java, Flash, ActiveX, RealPlayer, Quicktime, Adobes PDF und andere können Ihre wahre IP-Adresse anzeigen. Darum sind diese Plugins bei der PrivacyDongle-Software deaktiviert (durch die Erweiterung Torbutton), solange Sie die Anonymisierung eingeschaltet haben. Wir empfehlen, zwei Browser zu nutzen. Einer wird für anonymes, sicheres und einer für unsicheres, aber schnelleres und komfortableres Browsen genutzt.
  • Vorsicht bei Cookies. Wenn Sie mit deaktiviertem Tor-Zugang surfen und eine Seite setzt bei Ihnen einen Cookie, kann dieser Cookie auch ausgelesen werden, wenn Sie wieder mit Tor unterwegs sind. Bei unserer PrivacyDongle-Software werden die Cookies automatisch beim Beenden gelöscht. In der Version 3 des PrivacyDongle haben wir die Erweiterung CS Lite eingebaut, die Cookies erst gar nicht speichert – im Anfangszustand gilt dieser Schutz ausnahmslos für alle Websites.
  • Verwechseln Sie nicht Anonymität mit Vertraulichkeit. Der PrivacyDongle sorgt dafür, dass Ihre IP beim Surfen im Internet verschleiert wird. Andere persönliche Daten, die sie möglicherweise über das Internet versenden, werden durch den PrivacyDongle nicht geschützt. Da die Daten durch das unbekannte Tor-Netzwerk geschickt und dort ggf. zwischengespeichert werden, weiß man als Anwender nicht, was mit diesen Daten passiert. Darum sollten Sie generell (also auch wenn Sie den PrivacyDongle nutzen) darauf achten, dass unten in der Statusleiste oder oben in der Adressleiste immer ein Schloss zu sehen ist, wenn Sie persönliche Daten über das Internet verschicken.

Der PrivacyDongle und auch Tor sind nicht perfekt. Sie sollten daher nicht ausschließlich auf das derzeitige Tor-Netzwerk vertrauen, wenn Sie starke Anonymität benötigen. Besser ist es, politische Lösungen zu finden. Dem Bürger sollte sein Recht auf anonyme Kommunikation und Informatinonelle Selbstbestimmung erhalten bleiben. Anstatt diese Rechte – beispielsweise durch die Vorratsdatenspeicherung – zu beschränken, sollte der Staat Gesetze schaffen, die diese Rechte stärken und technische Anonymisierung unnötig machen. Mit dem Kauf eines PrivacyDongles unterstützen Sie unseren Kampf gegen staatliche und private Überwachung. Wenn sie weiter aktiv werden wollen, finden Sie mehr Informationen auf unserer Homepage unter www.foebud.org.


Meine Internetverbindung mit dem PrivacyDongle ist sehr langsam, was kann ich dagegen tun?

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Feld mit dem Statustext „Tor läuft“, „Tor startet“ oder „Tor ist gestoppt“. Es erscheint ein Menü, dort wählen Sie den Punkt "Neue Tor-Identität". Ihnen wird ein neuer Tunnel durch das Tor-Netzwerk zugewiesen, der hoffentlich schneller ist. (Sie können Tor auch mit einem Links-Klick komplett stoppen und starten, aber für dieses Problem ist dies nicht empehlenswert.)

Grund für langsame Verbindungen ist die hohe Belastung des Tor-Netzwerks. Dies hat vor allem zwei Gründe. Die Tor-Server, genannt Onion Router oder Nodes, werden von Privatpersonen betrieben. Leider gibt es zu wenig Tor-Router (Nodes) im Verhältnis zur in den letzten Monaten stark angestiegenen Nutzerzahl, zum anderen missbrauchen immer mehr Menschen das Tor-Netzwerk, um FileSharing (Austausch großer Dateien über das Internet) zu betreiben. Für FileSharing ist das Tor-Netzwerk weder gedacht noch ausgelegt – es wird durch dieses Verhalten immens geschädigt.

Um diesen Missstand zu begegnen, betreiben auch wir solch einen Tor-Node. Dies allein reicht aber nicht aus. Wenn Sie helfen möchten, können auch Sie einen Tor-Node betreiben (eine Anleitung finden Sie hier: klick) oder andere Menschen finanziell unterstützen, die einen solchen Tor-Node betreiben (möchten).

Wir bedauern es mindestens so sehr wie Sie, dass überhaupt die Notwendigkeit besteht, solche Programme zu nutzen und dass sich nicht mehr Freiwillige finden, die bereit sind, in das Tor-Netzwerk zu investieren.

Eventuell wird Ihre Benutzung des PrivacyDongle nicht (nur) durch die Netzverbindung verlangsamt, sondern durch die geringe Geschwindigkeit Ihres USB-Sticks oder Ihrer USB-Schnittstelle. Hierzu lesen Sie bitte die nächste Frage.


Der PrivacyDongle reagiert sehr langsam, unabhängig von der Netz-Geschwindigkeit, was kann ich dagegen tun?

Wenn es sehr lange dauert, bis Sie überhaupt das Browserfenster sehen (unabhängig davon, wie schnell oder langsam die Internet-Verbindung ist), dann ist das Problem wahrscheinlich der langsame Zugriff auf den USB-Stick und/oder den USB-Port. Der zweite Startvorgang ist meistens schon schneller. In schwierigen Fällen kann es jedoch ratsam sein, dass Sie den Inhalt des USB-Sticks vorübergehend in ein leeres Verzeichnis auf Ihre Festplatte verschieben und den PrivacyDongle von dort aus starten. Wenn Sie die Benutzung beendet haben, können Sie die Daten wieder zurück auf den Stick verschieben. Wenn sie mit Ihrem Programmstart den Firefox aktualisieren, kann der Start besonders langsam sein – bitte haben Sie Geduld.

Wenn diese Probleme bei jedem Start auftreten und auch nach dem Start andauern, empfehlen wir Ihnen die (englischen) Performance-Tipps auf den Seiten zum „Portable Firefox“, den wir unter Windows einsetzen. Diese Hinweise verringern die Schreibzugriffe während der Benutzung von Firefox. Sie gelten deshalb ebenso für den Gebrauch eines USB-Sticks unter Mac OS X und Linux (wo wir den regulären Firefox verwenden können).


Warum bricht meine Internet-Verbindung bei der Nutzung des PrivacyDongle ab (Fehlermeldungen wie: „Connection timed out“) und was kann ich dagegen tun?

Bitte sehen Sie sich den Punkt „Meine Internetverbindung mit dem PrivacyDongle ist sehr langsam, was kann ich dagegen tun?“ an.


Obwohl ich die Lösungsvorschläge aus dem FAQ-Punkt „Meine Internetverbindung mit dem PrivacyDongle ist sehr langsam, was kann ich dagegen tun?“ beachtet habe, ist es mir noch nie gelungen, mit dem
PrivacyDongle eine Verbindung zum Internet zu bekommen. Was kann ich noch tun?

Haben Sie eine Firewall installiert? Diese könnte die Verbindung zum Tor-Netzwerk behindern. Bitte prüfen Sie, wie Sie die Firewall so konfigurieren können, damit Sie mit Tor funktioniert. Generell sollte es ausreichen, für Tor die Ports 80, 443, 9001 und 9030 zu öffnen. Weitere Informationen dazu finden Sie bei Ihrem Firewall-Hersteller und auf der Tor-Webseite: klick (in englischer Sprache)


Es kommt immer eine Fehlermeldung, daß der Proxy-Server die Verbindung verweigert oder die Verbindung nicht aufgebaut werden konnte. Wo könnte der Fehler liegen?

Der PrivacyDongle besteht eigentlich aus zwei Programmen: aus dem Web-Browser Firefox, mit dem die Webseiten dargestellt werden und der Anonymisierungssoftware Tor, die im Hingergrund gestartet wird und eine Verbindung zum Anonymisierungsnetzwerk aufbaut. Firefox benutzt Tor als eine Art Relais, um Webseiten anzufordern. Wenn Tor aus irgendeinem Grund nicht gestartet werden kann, zeigt das Programm eine Fehlermeldung an.

Mögliche Gründe können sein:

  • Das Programm wird vom Betriebssystem (z.B. Windows Vista) blockiert. Falls die Frage kommt, ob Tor wirklich gestartet werden soll, müssen Sie „Ja“ anklicken.
  • Installierte Firewalls verhindern den Start des Programms oder die Verbindung des Firefox zum Tor-Programm. In diesem Fall muss die Firewall so konfiguriert werden, dass sie die genannten Vorgänge erlaubt.
  • Ein alter Tor-Prozess aus einem früheren Lauf des PrivacyDongle könnte das Problem sein. Versuchen Sie dies herauszufinden und den Prozess ggf. zu beenden. Unter Windows rufen Sie den Task-Manager auf, in den meisten Windows-Installationen erreichen Sie ihn über die Tastenkombination Alt+Strg+Entf. Dort wechseln Sie in den Reiter „Prozesse“, suchen dort nach einem Eintrag „tor.exe“, markieren ihn und drücken auf den Knopf „Prozess beenden“.

Leider liegt dieses Problem nicht an dem PrivacyDongle, sondern an der Konfiguration des jeweiligen PCs. Darum ist es für uns nur sehr schwer möglich, in Einzelfällen festzustellen, was die genaue Fehlerursache ist.


Der Knopf „Seite neu Laden“ (und „Nochmals versuchen“ nach einer Fehlermeldung) funktioniert nicht. (Eventuell erscheint eine Fehlermeldung von Torbutton.)

Dies kann durch Torbutton verursacht sein, vor allem wenn Sie zwischen dem ersten Ladeversuch und dem erneuten Versuch Tor aus- oder eingeschaltet haben. In diesem Fall klicken Sie in die Adressleiste des Browser (oder drücken Sie Strg+L) und drücken Sie die Eingabetaste. Die Entwickler von Torbutton suchen nach einer besseren Lösung.


Wenn ich Google nutzen möchte, kommt die Fehlermeldung, ich hätte Spyware (Viren, Trojaner) auf meinem PC?

Wir können Sie beruhigen. Die Fehlermeldung bedeutet nicht, dass sich Spyware auf Ihrem PC befindet. Wenn sie den PrivacyDongle nutzen, wird Ihre Anfrage über verschiedene Netzwerkknoten (Nodes) geleitet (siehe oben). Leider nutzen auch Menschen das Tor-Netzwerk, um „Unsinn“ zu treiben, wie beispielsweise Tausende von Anfragen an Google zu senden. Google blockiert dann für einige Zeit die Nodes, von denen diese Anfrage kommen. Wenn Sie nun zufällig einen dieser Nodes nutzen, wird auch Ihre Anfrage blockiert. Sie können versuchen, Tor durch Klicken in der Statusleiste zu stoppen und zu starten, damit Sie einen neuen Tunnel durch das Tor-Netzwerk zugewiesen bekommen. Im PrivacyDongle 3 bieten wir die Suchmaschine Scroogle als Ersatz für Google an, bei der dieses Problem nicht auftritt und die Sie auch in der früheren Version verwenden können.


Ich vermisse meine Lesezeichen oder anderen Browser-Einstellungen.

Der PrivacyDongle ist eine eigene Installation des Web-Browsers Firefox mit separaten Einstellungen und Erweiterungen rund um Anonymität und Datensicherheit. Die Einstellungen und Lesezeichen Ihres fest installierten Browsers werden Sie deshalb nicht sehen, auch wenn es sich ebenfalls um Firefox handelt. In diesem Fall können Sie aber die Export- und Import-Funktion für Lesezeichen verwenden (Lesezeichen › Lesezeichen verwalten › Menü Datei oder Importieren und Backup)


Aktualisierung


Wie kann ich meinen PrivacyDongle aktualisieren?

Es gibt grundsätzlich drei Bereiche, in denen der PrivacyDongle aktualisiert werden kann: der Firefox-Browser wird ständig weiterentwickelt und an neue Sicherheitsrisiken angepasst. Eventuell sehen wir die Notwendigkeit, unsere Erweiterungen oder andere Einstellungen im Browser-Profil weiterzuentwickeln. Seltener kann es vorkommen, dass wir auch die Startprogramme für die drei Betriebssysteme anpassen.

Bitte schauen Sie gelegentlich auf diese Webseite (www.privacydongle.de) und überprüfen Sie, ob wir eine Aktualisierung unserer Erweiterungen oder des Startprogramms bekanntgeben.

  • Für Aktualisierungen von Firefox können Sie unter Mac OS X und Linux, nicht jedoch unter Windows die Aktualisierungsfunktion von Firefox verwenden (Hilfe › Nach Updates suchen). Sie können auch unter Hilfe › Über Mozilla Firefox überprüfen, welche Firefox-Version Sie gerade verwenden, und dann auf den in der nächsten Frage angegebenen Websites überprüfen, ob es eine neuere Version gibt. Wie Sie diese neuere Version dann manuell in den PrivacyDongle integrieren, erfahren Sie in der nächsten Frage.
  • Für Aktualisierungen der Erweiterungen verwenden Sie bitte die entsprechende Funktion von Firefox (Extras › Add-ons › Reiter Erweiterungen › Knopf Updaten). Durch diese Funktion wird u.a. eine Webseite des FoeBuD aufgerufen. Wenn Sie das nicht als ein unerwünschtes „nach Hause telefonieren“ empfinden, können Sie auch die automatische Suche nach Updates für Erweiterungen einschalten (Menü Extras unter Windows, Bearbeiten unter Linux, Firefox unter Mac OS X; dann jeweils weiter mit Einstellungen › Reiter Erweitert › Reiter Update › Checkbox Installierte Add-ons).
  • Für andere Aktualisierungen, z.B. des Startprogramms oder des Browser-Profils, werden wir ggf. weitere Anweisungen auf dieser Seite in der Nähe des Download-Bereichs veröffentlichen.
  • In vielen Fällen wird es am einfachsten sein, wenn Sie Ihre bestehende PrivacyDongle-Installation komplett löschen und mit den hier angebotenen Bausteinen neu aufbauen. Dabei gehen jedoch Ihre eigenen Einstellungen, z.B. von Ihnen im PrivacyDongle angelegten Lesezeichen verloren. Nutzen Sie ggf. die Export- und Import-Funktion für Lesezeichen (Menü Lesezeichen › Lesezeichen verwalten › Menüknopf Importieren und Backup im erscheinenden Fenster).


Wie komme ich an ein Update, wenn es einen neuen Firefox gibt?

Die automatische Updatefunktion haben wir ausgeschaltet, da unter Windows die portable Version des Firefox zum Einsatz kommt. Diese lässt sich leider nicht über automatische Updates beziehen. Eine Erläuterung des Problems in englischer Sprache ist hier. (In der Beschreibung steht, dass die Update-Funktion nicht per Default abgeschaltet werden kann, dies haben wir aber in unserem angepassten Profil tun können.) Unter Mac OS X und Linux können Sie die Update-Funktion von Firefox manuell aufrufen (Hilfe › Nach Updates suchen). Falls Sie die Version 3.0 des PrivacyDongle verwenden, wird die Update-Funktion fehlschlagen, weil uns ein kleiner Konfigurationsfehler unterlaufen war. Sie sollten auf die Version 3.0.1 aktualisieren, nicht nur aus diesem Grund.

Wie schon gesagt, sollten Sie jedoch unter Windows die Update-Funktion von Firefox nicht verwenden. Im folgenden erklären wir Ihnen für alle drei Betriebssysteme, wie Sie Firefox manuell aktualisieren können.

Unter Windows und Linux reicht es aus, wenn Sie die neueste Version von Firefox herunterladen und in in das Wurzelverzeichnis Ihres USB-Sticks (oder Ihrer PrivacyDongle-Installation) legen. Unser Programm bietet Ihnen dann beim nächsten Start an, den eingebauten Firefox zu aktualisieren.

  • Unter Windows verwenden Sie die aktuelle deutsche Version des Portable Firefox. Laden Sie die dort angebotene Datei (Firefox_Portable_....paf.exe) herunter und legen Sie sie in das Installationsverzeichnis.
    Falls Ihr Installationsverzeichnis nicht die Wurzel eines Laufwerks (z.B. eines USB-Sticks) ist, sondern ein Pfad mit mindestens einem Verzeichnis, stellen Sie vorher sicher, dass die Version des Windows-Bausteins mindestens 3.0.2 ist. Ab dieser Version finden Sie eine Versionsnummer in der Datei autorun.inf im Installationsverzeichnis. Falls nötig, laden Sie den neuesten Windows-Baustein herunter und entpacken ihn in das Installationsverzeichnis.
  • Unter Linux laden Sie die aktuelle Version von der Site firefox-browser.de oder direkt von Mozilla. Laden Sie die dort angebotene Datei (firefox-....tar.bz2) herunter und legen Sie sie in das Installationsverzeichnis.
  • Auch unter Mac OS X ist es am bequemsten, wenn Sie von firefox-browser.de oder direkt von Mozilla die aktuelle Version laden. Falls auf Ihrem Mac Java installiert ist und Sie mindestens die Version 3.0.1 verwenden, kann unser Programm wie für Windows und Linux das Firefox-Paket selbst auspacken und an die richtige Stelle verschieben. Dazu legen Sie das Firefox-Paket einfach in das Installationsverzeichnis.
    Falls das automatische Auspacken fehlschlägt, klicken Sie die heruntergeladene Datei (Firefox ....dmg) doppelt an und bestätigen Sie die Lizenzvereinbarung. Es öffnet sich ein farbiges Fenster mit einem Firefox-Programmsymbol. Zusätzlich öffnen Sie das Installationsverzeichnis Ihres PrivacyDongle und bewegen sich dann in das Unterverzeichnis „PrivacyDongle“. Dort finden Sie ebenfalls ein Firefox-Programmsymbol, das Sie löschen und durch das Symbol aus dem farbigen Fenster ersetzen. Anschließend können Sie das auf dem Desktop erschienene „Firefox-Laufwerk“ auswerfen und die heruntergeladene .dmg-Datei löschen.


Fragen und Probleme unter Windows


Welche Schreibrechte muss ich im PrivacyDongle-Verzeichnis vergeben?

Diese Frage können Sie im normalen Anwendungsfall ignorieren (PrivacyDongle auf einem USB-Stick), weil Sticks normalerweise mit dem Dateisystem FAT32 formatiert sind, auf dem stets volle Zugriffsrechte gelten. Es kann aber andere Anwendungsfälle geben, in denen Schreibrechte eine Rolle spielen (z.B. Auspacken von PrivacyDongle in ein Programmverzeichnis und Nutzung durch Windows-Nutzer, die keine Admin-Rechte haben).

Nicht möglich ist eine Aufteilung, bei der das eigentliche Programm in einem systemweiten, schreibgeschützten Bereich liegt und benutzerspezifische, individuell schreibbare Kopien der Einstellungen im Windows-Profil gespeichert werden. Das widerspricht der Philosophie des PrivacyDongle, ein „mobiles“ Programm zu sein, das auf dem PC keine dauerhaften Spuren hinterlässt. Jeder Benutzer verwendet und verändert also die gleichen Einstellungen, und das Programm und das eine Profil mit den Benutzereinstellungen liegen „nebeneinander“ unter dem PrivacyDongle-Ordner. Schreibrechte sind für das Profil, aber auch für einen Teil des Programmbereiches notwendig.

Ein Versuch, möglichst minimale, aber ausreichende Rechte zu vergeben, ergab das folgende Ergebnis für den PrivacyDongle 2. Für den PrivacyDongle 3 fehlen uns noch die Details zu dieser Frage.

<PrivacyDongle> – dies steht für den Ordner, in dem die Distribution ausgepackt wurde. Es wird davon ausgegangen, dass die Rechte „Lesen und Ausführen“, „Ordnerinhalt auflisten“ und „Lesen“ unterhalb dieses Ordners komplett vorhanden sind.

<PrivacyDongle>\App\temp – es ist unklar, ob dieser Ordner genutzt wird, aber er sollte wohl schreibbar sein. Dazu ist mindestens notwendig, für den/die zu berechtigenden Nutzer oder Gruppe(n) (z.B. „Authentifizierte Benutzer“) das Recht „Schreiben“ zu vergeben, dann auf „Erweitert“ zu klicken und das Recht „Unterordner und Dateien löschen“ hinzuzufügen.

<PrivacyDongle>\App\Torpark\tor\data – dieser Ordner ist zu Beginn nicht vorhanden, für die Rechtevergabe muss er angelegt werden. Auf diesem Ordner sind dann die gleichen Rechte wie oben für „temp“ erforderlich. Tor schreibt dort Zustandsdaten in mehreren Dateien und Unterordnern.

<PrivacyDongle>\App\Torpark\tor – in diesem Ordner wird bei jedem Programmlauf eine Datei „debug.log“ angelegt und wieder gelöscht. Die folgenden Rechte auf dem Ordner machen dies möglich: für den/die zu berechtigenden Nutzer oder Gruppe(n) das Recht „Dateien erstellen / Daten schreiben“ eingeschränkt auf „Nur diesen Ordner“, und für den Spezialnutzer „ERSTELLER-BESITZER“ die Rechte „Dateien erstellen / Daten schreiben“, „Ordner erstellen / Daten anhängen“, „Attribute schreiben“, „Erweiterte Attribute schreiben“ und „Löschen“, eingeschränkt auf „Nur Dateien“ und „nur für Objekte und Container in diesem Container“.

<PrivacyDongle>\Data – dies ist der eigentliche Einstellungs-Bereich. Hier reichen die gleichen Rechte wie auf „temp“ aus, könnten sogar noch in „Erweitert“ auf „Nur Unterordner und Dateien“ eingeschränkt werden.


Fragen und Probleme unter Mac OS X


Ich kann die Lesezeichen nicht mehr sehen und auch keine neuen Lesezeichen anlegen.

(Diese Frage bezieht sich auf die Lesezeichen im PrivacyDongle selber, nicht eventuelle Lesezeichen aus einer anderen Browser-Installation auf Ihrem Computer. Zu diesen lesen Sie die Frage „Ich vermisse meine Lesezeichen oder anderen Browser-Einstellungen“.)

Dieses Problem haben wir bei unseren Tests bei Verwendung eines USB-Sticks beobachtet und auch eine Abhilfe dafür programmiert. Es ist jedoch in seltenen Situationen möglich, daß diese Abhilfe nicht ausgelöst wird. Bitte versuchen Sie folgendes:

  • Beenden Sie den PrivacyDongle
  • Öffnen Sie das Installationsverzeichnis (Ihren Stick) und bewegen Sie sich in das Unterverzeichnis PrivacyDongle › profile
  • Löschen Sie die Datei places.sqlite-journal und, falls vorhanden, auch places.sqlit. Nicht verwechseln mit der Datei places.sqlite – diese Datei enthält Ihre Lesezeichen und muss erhalten bleiben!

Wenn durch diese Prozedur das Problem nicht behoben ist, haben wir zur Zeit keine Lösung – bitte benachrichtigen Sie uns.


Fragen und Probleme unter Linux


Welches Programm muß ich starten?

Unter Linux starten Sie durch Doppelklick entweder auf die Datei PrivacyDongle-Linux.desktop oder PrivacyDongle-Linux (ohne Endung) – welche von beiden, ist egal, solange eine funktioniert.


PrivacyDongle-Linux startet nicht, egal ob mit oder ohne .desktop.

Wenn Sie die Software von einem USB-Stick starten, haben Sie unter vielen Linux-Systemen das Problem, daß der Stick so in das System eingebunden wird, dass Programme grundsätzlich nicht gestartet werden können. Dieses Problem besteht, wenn ls -l auf dem Stick keine Ausführungsberechtigung (-x-) anzeigt, wobei auch mit chmod a+x PrivacyDongle-Linux die Berechtigung nicht hinzugefügt werden kann, und/oder wenn das Kommando mount für den Stick die Option noexec ausgibt.

Es gibt keine allgemeine Abhilfe. Folgendes können Sie alternativ versuchen:

  • Kopieren Sie die gesamte Installation auf Ihre Festplatte und versuchen Sie den Start erneut. Machen Sie notfalls die Datei PrivacyDongle-Linux (ohne Namenserweiterung) per chmod ausführbar.
  • Mounten Sie Ihren Stick neu, indem Sie ein Terminalfenster aufrufen und ein Kommando wie mount -o remount,exec,umask=000 /media/disk ausführen (/media/disk müssen Sie durch den „Mount-Point“ Ihres Sticks ersetzen). Die genauen Parameter Ihres mount-Kommandos können anders lauten.


Ich habe ein recht modernes Linux, aber für Firefox 3 fehlt mir die richtige Version von GTK+.

Diese Beschreibung trifft zum Beispiel auf Debian 4.0 (Etch) zu, die aktuelle „stable“-Version von Debian. Firefox benötigt GTK+ 2.10, im System vorhanden ist jedoch nur die Version 2.8. Um zu testen, ob Sie dieses Problem haben, können Sie den im PrivacyDongle enthaltenen Firefox (<Installationsverzeichnis>/PrivacyDongle/firefox/firefox) aus einem Terminalfenster heraus aufrufen. Mit den folgenden Schritten kann die neuere Version installiert werden:

  • Herunterladen von GTK+ 2.10 als Debian-Paket, z.B. mit wget:
    $ wget http://apt.linex.org/linex/gtk-2.10/libgtk2.0-0_2.10.13-2%7Ebpo.1_i386.deb
  • Auspacken und Installieren (in unserem Beispiel werden Root-Rechte für das Schreiben nach /opt benötigt):
    # dpkg-deb -x libgtk2.0-0_2.10.13-2~bpo.1_i386.deb /opt/gtk+-2.10
  • Anpassen des Firefox-Startskripts aus der PrivacyDongle-Installation (<Installationsverzeichnis>/PrivacyDongle/firefox/firefox), indem als erste „echte“ Programm-Zeile (nach #! /bin/sh) eingefügt wird:
    export LD_LIBRARY_PATH="/opt/gtk+-2.10/usr/lib"


Anschließend sollte es möglich sein, PrivacyDongle normal zu starten.


Beim Programmstart bekomme ich ein Fenster mit der Fehlermeldung, dass die Konfiguration von firefox-bin nicht geladen oder gespeichert werden konnte.

Falls in den Details dieses Fensters von gconfd und ORBit die Rede ist, haben wir dieses Problem bereits bei unseren Tests beobachtet. Wir haben hierfür noch keine Lösung. Die Meldung erscheint aber nur beim ersten Start.


Beim Programmstart wird eine große Anzahl von Ordnern auf dem Stick erzeugt, deren Namen mit orbit beginnen. Der Start wird dadurch erheblich verzögert oder schlägt ganz fehl.

Dieses Problem haben wir bei unseren Tests beobachtet. Wir haben noch keine Lösung. Brechen Sie den Start ab, notfalls durch das kill-Kommando, und versuchen Sie es erneut.


Fragen zum Datenschutz


Erfährt der FoeBuD, ob ich den PrivacyDongle benutze, kann der Dongle „nach Hause telefonieren“?

Florian Kuhlmann: ab jetzt anonym im internet (13)
 ab jetzt anonym im internet

Es gibt eine Situation, in der der PrivacyDongle eine Webseite des FoeBuD aufruft, auch wenn Sie nicht direkt zu uns surfen. Diese Situation ist die Suche nach Updates für die installierten Firefox-Erweiterungen; für drei der installierten Erweiterungen wird dabei die Web-Adresse https://privacydongle.foebud.org/update.rdf abgerufen. Damit dies nicht automatisch geschieht (üblich ist ein automatischer Test auf Updates pro Tag), haben wir das automatische Aktivieren der Erweiterungen deaktiviert. Die Adresse wird jedoch abgerufen, wenn Sie die Erweiterungen manuell aktualisieren – und wir empfehlen Ihnen, dies gelegentlich zu tun, damit Sie Weiterentwicklungen erhalten (Extras › Add-ons › Reiter Erweiterungen › Knopf Updaten).


Sonstige Fragen


Was bedeutet „PrivacyDongle“, wie ist der Name auszusprechen?

„Privacy“ ist englisch für „Privatsphäre, ungestört oder unbeobachtet sein“. Als „dongle“ wurde in der Computertechnik ursprünglich ein Stecker bezeichnet, der als Hardware-Kopierschutz auf eine Schnittstelle aufzustecken war; inzwischen hat sich der Name auch für USB-Speichersticks verbreitet (der Name kommt wahrscheinlich von „dangle“: engl. „baumeln, anhängen“).

Die erste Silbe von „privacy“ kann in zwei Varianten ausgesprochen werden. Die meisten deutschen Sprecher des Englischen kennen die Version mit „ai“ (wie bei „private“), das ist die einzig übliche Aussprache im amerikanischen Englisch. Weniger bekannt ist, dass im britischen Englisch weit überwiegend ein einfaches „i“ verwendet wird – die ersten beiden Silben reimen sich dann auf „river“.¹ Betont wird „privacy“ in jedem Fall auf der ersten Silbe, und „-cy“ wird mit einfachem „i“ ausgesprochen. Der Aussprache von „dongle“ entspricht aus deutscher Sicht die Schreibweise „dongel“.

(¹ Der Unterschied ist jedoch nicht direkt britisch-amerikanisch, sondern war ursprünglich von den verschiedenen Migrationswegen der Wörter bestimmt, die von lat. „privatus“ abgeleitet sind, wie „private“ [„ai“, direkt aus dem Lateinischen] und „privilege“ [„i“, mit „Umweg“ über das Französische]. Die verschiedenen Wörter haben sich danach jedoch individuell weiter entwickelt, mit dem Ergebnis, dass gegenwärtig im britischen Englisch „i“ dominiert und „ai“ als amerikanisch empfunden wird, aber langsam zunimmt.)

Noch nicht ausreichend verwirrt? Nicht wenige britische Sprecher wechseln zwischen den beiden Aussprache-Varianten, oft ohne dabei eine Regel angeben zu können. So offenbar auch der Oppositionsführer im britischen Unterhaus, David Cameron, Vorsitzender der konservativen Partei. Hier ist er zu sehen (ab 2:10 Minuten in dieser BBC-Aufzeichnung) in der Fragestunde an den Premierminister am 21. November 2007, einen Tag nach Bekanntgabe einer drastischen Datenpanne, über die auch wir berichtet hatten (die britische Steuerverwaltung hatte 25 Millionen Datensätze von Kindergeldempfängern auf einer CD verschickt, die Postsendung war verloren worden). In einer seiner Fragen (nach 6:32 Minuten) verwendet er die Aussprache mit „ai“, in einer anderen keine vier Minuten später (10:22) die mit „i“. Unter anderem diese Fundstelle haben wir im Rahmen der Recherche für diesen Text einer Gruppe von britischen Sprechern vorgelegt. Die einzige, aber spekulative Erklärung: Irgendwann zwischen diesen beiden Fragen erhielt David Cameron heimlich eine Nachricht über das Ergebnis einer Zielgruppen-Untersuchung. Die „i“-Aussprache wird offenbar von der wahlentscheidenden Klientel der Mitte-Links-Wähler zwischen 28 und 32 bevorzugt …


Links

Wer sich eingehender mit den Möglichkeiten von Tor beschäftigen möchte, dem seien die nachfolgenden Links ans Herz gelegt.


Danksagungen

Der PrivacyDongle basiert auf freier Software, zu der eine Unmenge toller Leute beigetragen haben. Wir möchten uns bei ihnen allen bedanken. Stellvertretend nennen wir hier die Hauptentwickler der Projekte:

  • Tor: Rodger Dingledine, Nick Mathewson
  • Firefox: Mozilla Foundation
  • Portable Firefox: John T. Haller
  • TorPark: Steve Topletz, John T. Haller
  • PrivacyDongle 2: Axel Rüweler, Frank Landgraf, Sebastian Lisken, USB-Kopierstations-Wizard: Andreas Ferber
  • PrivacyDongle 3: Sebastian Lisken, Christopher Creutzig, Frank Landgraf und viele HelferInnen und TesterInnen

18.05.2009 12:07